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Wolfgang Werner Rudolph
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CC2tv-Folge 416:     Youtube, HD 1080p
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CC2-Audio Folge 701:

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Sprache, Denken und große Sprachmodelle:

Montag, 2026-01-05 20:00, Eintrag von Wolfgang Rudolph


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Susi zu Gast, Was können LLMs wirklich?
Können große Sprachmodelle wirklich denken oder erzeugen sie nur überzeugende Sprache? Zwischen „stochastischem Papagei“ und erstaunlicher Problemlösefähigkeit liegt eine spannende Grauzone. Der Audiocast beleuchtet, was Denken eigentlich bedeutet, wo Sprache hilft – und wo sie täuscht. Ein präziser Blick jenseits von KI-Hype und Untergangsphantasien.
Links:
Ausgangstext von Florian Rötzer (Overton Magazin)

Benjamin Riley: Large language mistake (The Verge)

Stanford Encyclopedia: Descartes und das Cogito


Weltweit kleinster programmierbarer autonomer Roboter für einen US-Cent
Ein Forschungsteam hat den weltweit kleinsten autonomen, programmierbaren Roboter entwickelt – kaum größer als ein Staubkorn. Angetrieben von winzigen Solarzellen, ausgestattet mit Mikrocomputer, Sensorik und einem ionenbasierten Antrieb, arbeitet er monatelang völlig selbstständig. Ein Meilenstein der Mikrorobotik mit enormem Zukunftspotenzial.
Links:
Originalpublikation in Science Robotics University of Pennsylvania – Projektumfeld
University of Michigan – Mikrocomputer-Forschung

Was von der CES 2026 zu erwarten ist
Die CES 2026 eröffnet erneut das Technikjahr und zeigt Trends statt fertiger Produkte. Unter dem Motto „Innovators Show Up“ stehen branchenübergreifend Mobilität, Industrie und vor allem Künstliche Intelligenz im Fokus. Große Umbrüche sind selten – doch die Messe bleibt ein Seismograf für kommende Entwicklungen.

Links:
Offizielle Webseite der CES Consumer Technology Association Nvidia und KI-Schwerpunkt

Grußwort
Zum Start ins Jahr 2026 möchten wir einfach Danke sagen: fürs Zuhören, fürs Weiterdenken und fürs Dranbleiben. Technik verändert sich schnell – gute Gespräche bleiben wertvoll. Wir freuen uns darauf, diesen Weg auch im neuen Jahr gemeinsam mit euch zu gehen.

Herzliche Grüße
Wolfgang, Thomas und Susi ;D


CC2tv #416 Kleines ganz groß - das TOMLOV Mikroskop

Samstag, 2026-01-03 10:00, Eintrag von Wolfgang Rudolph


Das TOMLOV Mikroskop
Das TOMLOV TM4K-AF Flex ist ein 4K-Digitalmikroskop für Löt- und Inspektionsarbeiten am Arbeitsplatz. Im Mittelpunkt steht ein Autofokus mit TOF-Sensor, der den Abstand misst und die Schärfe automatisch nachführt, auch wenn sich das Objekt leicht bewegt. Auf dem integrierten 8-Zoll-IPS-Monitor (1280 × 800) lässt sich das Bild direkt beurteilen; für größere Ansichten kann das Mikroskop gleichzeitig per HDMI und per USB ausgeben. Video wird in 4K (3840 × 2160) aufgezeichnet, Fotos sind bis 52 Megapixel möglich. Der Zoombereich wird mit 4× angegeben, zusätzlich gibt es eine digitale Vergrößerung. Das klassische Ringlicht lässt sich in seiner Helligkeit anpassen. Der Flex-Arm ist schwenkbar und erlaubt es, das Mikroskop über Leiterplatten, Münzen oder Feinmechanik zu positionieren und bei Bedarf aus dem Weg zu drehen. Eine 64-GB-microSD-Karte ist vorgesehen, außerdem eine Fernbedienung zum Auslösen und Zoomen, ohne das Display zu berühren. Praktisch sind zwei speicherbare Fokuspositionen (P1/P2), . Acht konfigurierbare Gitterlinien helfen beim Ausrichten von Bauteilen und beim Abschätzen von Abständen.


Wir danken allen Spendern für ihre Unterstützung:
Richard Butterbach
Dr. Christian Schoo
Dr. Daniel Jung
Beate Krüger und Thorsten Hellwig
Norbert Segger
Karsten Stroink
Robby T.
Chekov
Joachim Schepsmeier
SIEGFRIED ERICH SCHARNECK
OGU
Klaas Koch
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Jens Biskup
M1Molter
Andreas Neidhart
Michael, DB1JAU
rasemmi
MARKUS - DORTMUND
DL2IAB+DL2IAC
Norbert Hosche
Robin ypid Schneider
Ulrich Pohl
Dr. Harm Friedrich Harms
Katze Murka und Kater Rigik und Seiko
Dr. Harm Friedrich Harms
DG1FCB


Die Sendung ist auf Youtube zu finden: https://youtu.be/C5EJispZ9wM


CC2tv #415: GNU Taler: Freies digitales Zahlungssystem

Samstag, 2025-12-20 10:00, Eintrag von Thomas


Datenschutzorientierte Online-Zahlungen mit GNU Taler
Der digitale Euro ist seit einiger Zeit Gegenstand intensiver Diskussionen: Konzeptionell handelt es sich um ein digitales Guthabenkonto für Privatpersonen, das direkt von der Europäischen Zentralbank geführt würde.
Wie digitales Geld technisch funktioniert und zugleich Anonymität der Zahlenden mit rechtssicheren, nachvollziehbaren Strukturen für Zahlungsempfänger verbindet, erklären wir in diesem Video anhand eines Beispiels mit dem freien, quelloffenen Transaktions- und Zahlungssystem GNU Taler.

Website: GNU Taler

Vielen Dank für Ihre Spenden!
Klaas Koch
Dieter Homann
Marcel Straube
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sandhasser
MarcO F.
Pascal Lütt
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Dr. Christian Schoo
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Beate Krüger und Thorsten Hellwig

Die Sendung ist auf Youtube zu finden: https://youtu.be/x6BTUxZhezE


Fingerprint-Technik (CC2tv Folge 414)

Samstag, 2025-12-06 10:00, Eintrag von Wolfgang Rudolph


So erkennt dein Gerät deinen Finger – einfach erklärt
In diesem Video erklären wir die vier wichtigsten Techniken der Fingerabdruck-Erkennung: optisch, kapazitiv, ultraschallbasiert und thermisch.
Wir erklären, wie die Sensoren R503, R507, R528, R558 und ähnliche Module funktionieren und warum sie sich technisch unterscheiden.
Von der einfachen LED-Kamera über kapazitive Messfelder bis hin zum 3D-Ultraschallverfahren – wir erklären, was im Inneren passiert.
Kurz und verständlich, damit jeder sofort versteht, welche Technik wo ihre Stärken hat.

Wir danken allen Spendern für ihre Unterstützung:
SIEGFRIED ERICH SCHARNECK
Bernd Tilche
Joachim Schepsmeier
Klaas Koch
Andreas Neidhart
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Robin ypid Schneider
OGU
Backemann
DL2IAB+DL2IAC
Jens Biskup
Katze Murka und Kater Rigik und Seiko
Chris42
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DG3BK
Bernd Hillert
Andreas Schell
Atze1005
nossy
Dritter Detektiv
Oliver Buhmann
RONNY RONALD SCHMIDT
Dr. Harm Friedrich Harms
Yogi
DG1FCB
Philipp Rozanek
uliuli
lichtstreufolie.de
CyberG
Klaas Koch
Dieter Homann
Marcel Straube


Die Sendung ist auf Youtube zu finden: https://youtu.be/6Uqskpi3k8E


CC2tv Audiocast Folge 700

Montag, 2025-12-01 20:00, Eintrag von Wolfgang Rudolph


     Ogg Vorbis, 56 kBit/s (~18 MB)
     MP3, 128 kBit/s (~40 MB)
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BoltzGen – KI entwirft neue Moleküle für schwierige Krankheiten
Heute beginnen wir mit einer Entwicklung aus der medizinischen Forschung. Am Massachusetts Institute of Technology arbeitet ein Team um den Wissenschaftler Hannes Stärk an einem neuen KI-Modell namens BoltzGen. Und dieses Modell kann etwas, das bisher als reine Zukunftsvision galt: Es erzeugt Moleküle direkt am Computer. Nicht simuliert, nicht gesucht — sondern wirklich neu entworfen.

Die Idee dahinter ist einfach, aber enorm wirkungsvoll. Viele Krankheiten gelten als schwer behandelbar, weil passende Wirkstoffmoleküle fehlen. Moleküle, die an ganz bestimmten Stellen eines Proteins ansetzen. Genau dafür entwirft BoltzGen neue Kandidaten. Die KI analysiert, wie ein Protein aufgebaut ist, berechnet potenzielle Bindungsstellen und kombiniert dann chemische Bausteine so, dass daraus ein neues, stabiles Molekül entsteht. All das passiert in Sekundenbruchteilen.

Die Forscher berichten, dass einige der digital erzeugten Moleküle tatsächlich eine hohe Bindungsaffinität aufweisen. Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass daraus neue Medikamente entstehen, ist real. Der gesamte Prozess könnte die Medikamentenentwicklung erheblich beschleunigen. Statt Jahre zu suchen, könnte man in Wochen oder Tagen zu einem ersten Kandidaten gelangen. Die Technologie ist also mehr als nur ein theoretisches Werkzeug. Sie könnte ein neuer Standard für die frühe Phase der Wirkstoffforschung werden.

Und noch ein Punkt ist wichtig: BoltzGen erschließt chemische Räume, die ein Mensch nie durchdenken könnte. Eine KI hat keine Vorurteile, keine Gewohnheiten. Sie kombiniert Bausteine, die Forscher nicht einmal in Betracht ziehen würden. Genau das macht das System so wertvoll. So könnten Therapien entstehen, die wir heute noch nicht einmal erahnen.

Zukunftsmedizin mit Hilfe von KI — das könnte der Beginn einer neuen Ära sein.

[https://news.mit.edu/2025/mit-scientists-debut-generative-ai-model-that-could-create-molecules-addressing-hard-to-treat-diseases-1125]
[https://news.mit.edu]
[https://www.mit.edu]

Rekord in der Halbleiterforschung – schnellere Chips durch Germanium auf Silizium
Unser zweites Thema führt uns in die Halbleitertechnik. Forscher der University of Warwick gemeinsam mit dem kanadischen National Research Council haben eine bemerkenswerte Entwicklung vorgestellt. Sie haben eine dünne Germaniumschicht auf Silizium aufgebracht — und zwar so, dass das Material unter kompressiver Spannung steht. Dadurch verändert sich die Bandstruktur, und die sogenannten Löcher, also die positiv geladenen Ladungsträger, bewegen sich darin schneller als je zuvor.

Warum ist das so wichtig? Weil die Geschwindigkeit dieser Ladungsträger darüber entscheidet, wie schnell ein Chip arbeitet und wie viel Energie er dabei verbraucht. Je leichter sich Ladungsträger bewegen, desto weniger elektrische Spannung ist nötig und desto weniger Wärme entsteht. Das bedeutet: schnellere Prozessoren, weniger Energieverbrauch und vor allem mehr Spielraum für komplexe Architekturdesigns.

Das Beste an diesem Material ist seine Kompatibilität mit heutigen Herstellungsprozessen. Germanium auf Silizium lässt sich in eine klassische CMOS-Fertigung integrieren, ohne die Produktionslinie umzubauen. Für die Industrie ist das ein entscheidender Punkt. Neue Materialien sind nur dann interessant, wenn sie sich in bestehende Abläufe einfügen.

Für die Zukunft hat diese Arbeit noch eine weitere Bedeutung. Germanium eignet sich sehr gut für Quantenbauelemente, etwa für Spin-Qubits. Das heißt: Die gleiche Technologie könnte sowohl die klassischen Computer als auch zukünftige Quantensysteme schneller und effizienter machen. Es ist also nicht übertrieben zu sagen, dass wir hier eine Brückentechnologie sehen, die beide Welten verbindet.

Ein erheblicher Fortschritt für die Mikroelektronik — und vielleicht einer der Bausteine für die Computer der Zukunft.

[https://thequantuminsider.com/2025/11/25/scientists-set-new-mobility-record-in-quantum-compatible-semiconductor]
[https://www.quantuminsider.com]
[https://www.warwick.ac.uk]


Quantencomputer werden zuverlässiger – KIT verbessert Messprozesse bei Qubits
Im dritten Beitrag bleiben wir in der Hochtechnologie, wechseln aber zur Quanteninformatik. Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie und der Université de Sherbrooke haben untersucht, wie Messprozesse supraleitende Qubits stören. Und das ist ein echtes Problem, denn jeder Messvorgang beeinflusst ein Qubit und kann Fehler erzeugen.

Das Team hat sich besonders angesehen, wie Mikrowellenpulse den Zustand eines Qubits verändern. Normalerweise wird ein Qubit über einen Resonator ausgelesen. Dabei kann es passieren, dass die Messung mehr Energie einbringt, als das Qubit verträgt. Das Ergebnis: Es springt in einen höheren Zustand, und die Information ist beschädigt.

Die Forscher haben nun eine Methode entwickelt, diese Störungen stark zu reduzieren. Sie kalibrieren die Kopplung zwischen Qubit und Resonator so fein, dass das Qubit beim Auslesen kaum noch beeinflusst wird. Der Messvorgang bleibt, aber seine Nebenwirkungen sinken deutlich. Dabei geht es um extrem kleine Energieverteilungen, die nur durch präzise Regelung und moderne Messtechnik kontrollierbar sind.

Was bedeutet das für die Zukunft? Wenn Messungen stabiler sind, können Quantencomputer mit mehr Qubits gebaut werden, ohne dass die Fehlerraten explodieren. Das ist ein entscheidender Schritt, denn das größte Hindernis für skalierbare Quantencomputer ist nicht die Rechenleistung — es sind die Fehler. Sobald man die unter Kontrolle bekommt, kann man komplexere Systeme bauen und länger stabil betreiben.

Ein wichtiger Fortschritt, der zeigt, wie sehr die Entwicklung von Quantencomputern heute von präziser Messtechnik abhängt — nicht nur von Rechenleistung.

[https://www.kit.edu/kit/pi_2025_087_wie-quantencomputer-noch-zuverlaessiger-werden.php]
[https://www.kit.edu]
[https://sherbrooke.ca]

Die Genesis Mission – ein nationales Wissenschaftsprogramm für KI und Supercomputing
Unser viertes Thema kommt aus den Vereinigten Staaten. Dort wurde ein groß angelegtes Forschungsprogramm gestartet, die sogenannte Genesis Mission. Das US-Energieministerium und das Office of Science and Technology Policy, also der wissenschaftliche Beraterstab des Weißen Hauses, entwickeln gemeinsam eine Plattform, die Supercomputer und künstliche Intelligenz miteinander verzahnt. Ziel ist es, wissenschaftliche Forschung radikal zu beschleunigen.

Der Plan ist klar: Alle siebzehn nationalen Forschungslabore der USA sollen ihre Daten über eine gemeinsame KI-Plattform nutzbar machen. KI-Modelle sollen daraus Hypothesen generieren, Simulationen durchführen und dann Vorschläge für Experimente liefern, die von den Laboren getestet werden. Dieser Kreislauf aus Hypothese, Simulation und Experiment soll die Forschung enorm beschleunigen. Das erinnert an historische Großprojekte wie die Entwicklung der Raketen- oder Kernphysikprogramme, nur diesmal auf die gesamte Wissenschaft verteilt.

Beteiligt sind unter anderem Lawrence Berkeley National Laboratory, Argonne National Laboratory, Los Alamos und viele weitere. Alle sollen ihre Datenpools, Simulationsergebnisse und Modelle bündeln. Der Vorteil liegt auf der Hand. Wenn Daten offen und vereinheitlicht vorliegen, kann KI in kürzester Zeit Muster erkennen, die ein Mensch oft übersehen würde.

Für die Energiebranche bedeutet das schnellere Materialforschung, etwa für Batterien und Fusionsprozesse. Für die Medizin bedeutet es präzisere Wirkstoffentwicklung. Und für die Grundlagenforschung heißt es schlicht: mehr Tempo, mehr Erkenntnisse, mehr Kooperation.

Die Genesis Mission könnte zu einem neuen wissenschaftlichen Rhythmus führen. Forschung wird nicht mehr als lineare Abfolge gesehen, sondern als paralleler, datengesteuerter Prozess. Das könnte den globalen Forschungsfortschritt auf ein neues Niveau heben.

[https://news.fnal.gov/2025/11/u-s-department-of-energy-launches-genesis-mission-to-transform-american-science-and-innovation-through-the-ai-computing-revolution/]
[https://www.aip.org/fyi/trump-administration-launches-genesis-mission-to-boost-science-through-ai]
[https://politico.com/news/2025/11/24/trump-directs-science-agencies-to-embrace-ai-00667318]

Thema 5: SETI und NVIDIA – ein neuer Blick ins All dank KI
Zum Abschluss ein Thema aus der Astronomie. Das SETI Institute arbeitet zusammen mit NVIDIA und dem Allen Telescope Array an einem neuen KI-System, das Radiosignale aus dem Weltraum sechshundertmal schneller auswertet als bisherige Methoden. Und das ist mehr als nur eine technische Verbesserung. Damit wird eine Echtzeit-Suche möglich.

Die klassische Analyse ist rechenintensiv. Man muss große Datenmengen durchforsten, kurze Radiopulse isolieren und schmalbandige Signale erkennen, die vielleicht Hinweise auf natürliche oder künstliche Quellen geben. Die neue Pipeline nutzt neuronale Netze, die direkt auf die Rohdaten angewendet werden. Sie erkennt Muster, die für Menschen oder klassische Algorithmen schwer sichtbar sind.

Die Forschenden berichten nicht nur von der sechshundertfachen Geschwindigkeit, sondern auch von einer deutlich geringeren Zahl falsch positiver Ergebnisse. Das System arbeitet präziser, schneller und stabiler. Dadurch wird es möglich, den Himmel nahezu in Echtzeit zu überwachen. Ob es um Fast Radio Bursts geht oder um die Suche nach möglichen Technosignaturen anderer Zivilisationen – die Methode bietet eine neue Qualität.

Das Projekt zeigt außerdem, wie eng moderne Astronomie und Industrie kooperieren. Ohne die Rechenleistung der Grafikhardware wäre dieses System kaum denkbar. Und genau diese Verbindung aus wissenschaftlicher Expertise und technischer Infrastruktur macht den Fortschritt möglich.

Ein spannender Ausblick in die Zukunft der Weltraumbeobachtung — und vielleicht ein kleiner Schritt hin zu Antworten auf die großen Fragen des Universums.

[https://www.seti.org/news/revolutionary-ai-system-achieves-600x-speed-breakthrough-in-the-search-for-signals-from-space/]
[https://www.seti.org]
[https://www.nvidia.com]

Ich möchte mich herzlich bei allen bedanken,
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Zum bevorstehenden Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen ruhige und erholsame Tage, Zeit für die wichtigen Dinge im Leben und ein wenig Abstand vom Alltag. Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen Gesundheit, Zuversicht und viele gute Momente.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen.



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